Gewerbe und Arbeitsplätze
Fragen aus dem Publikum
- Gewerbesituation / Einkaufen / Einzelhandel -> Zukunft in Neuendettelsau?
- Gastronomiesituation!? -> Sicherung / Entwicklung?
- Wer hat gute Ideen für neue Arbeitsplätze (Wegfall Krankenhaus und Diakoneo)
- Wie wird das künftige miteinander Diakoneo / Gemeinde ausschauen?
- Einnahmen sinken (Wegfall Arbeitsplätze), Ausgaben steigen u.a. Schulbau. Wie soll diese Lücke geschlossen werden?
- Wie wollen Parteien und Bürgermeisterkandidaten den Handel stärken in Neuendettelsau und gibt es konkrete Ideen das Dorfbild zu stärken?
- Welche Maßnahmen sind geplant um neue Gewerbebetriebe nach Neuendettelsau zu bringen?
Antworten der SPD (BGM Christoph Schmoll und GR Natalie Ernst)
- Der Lebensmitteleinzelhandel ist derzeit stabil. Der Facheinzelhandel kämpft mit großen strukturellen Problemen. Einerseits wollen immer weniger Menschen die Mühen und Risiken auf sich nehmen, sich in diesem Sektor selbstständig zu machen, andererseits ist die Konkurrenz aus dem online-Handel mittlerweile erdrückend. Größter Garant für den Erhalt des Einzelhandels ist das Einkaufsverhalten der Menschen im Ort. Wer örtlich Umsatz macht, sichert dadurch unseren Einzelhandel. Auf der anderen Seite sollen die Maßnahmen des ISEK vor allem mit der Attraktivierung und Belebung des Ortskerns die Voraussetzungen für den Einzelhandel verbessern.
- Auch in der Gastronomie liegt das Hauptproblem in dem Umstand, dass nur wenige Menschen die ungünstigen Arbeitszeiten, das Risiko und die geringen Gewinnmargen in Kauf nehmen wollen und sich selbstständig machen. Gerade für die Gastronomie ist es deshalb umso wichtiger, dass attraktive Standorte mit hoher Besucherfrequenz zur Verfügung stehen. Dafür ist die Attraktivierung des Ortszentrums gemäß ISEK unerlässlich.
- Natürlich zielen die Maßnahmen der innerörtlichen Attraktivierung und auch der Breitbandausbau darauf ab, gewerbetreibenden attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch die Begleitung privater Grundstückseigentümer bei der innerörtlichen Verdichtung und Umnutzung sollen neue Arbeitsplätze schaffen. Die derzeitige Entwicklung macht es aber erforderlich darüber hinaus zusätzliche Gewerbeflächen in einem attraktiven Gewerbegebiet auszuweisen. Neuendettelsau verfügt mit der unmittelbaren Lage über einen Standortvorteil gegenüber vielen anderen Kommunen. Diesen Vorteil gilt es durch Neuausweisung eines verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebiets zu nutzen.
- Zunächst sieht die finanzielle Situation der Gemeinde derzeit noch gut aus. Wesentlicher Aspekt in der mittelfristigen Finanzplanung wird der Neubau der Grund- und Mittelschule sein. Durch sparsames Bauen, die Nutzung der vorhandenen Rücklagen und die Vermarktung von Baugrundstücken, in denen derzeit hohe Geldbeträge gebunden sind, kann die Gemeinde die finanzielle Belastung nach derzeitigem Kenntnisstand schultern.
- Die Antwort entspricht im Wesentlichen den Antworten auf die beiden ersten Fragen. Die Gemeinde wird den Sternplatz und die Hauptstraße neu gestalten. Dabei werden Entsiegelung, mehr Grün, attraktive Möblierung und Räume für Kultur und Feste ein wesentliches Augenmerk erhalten. Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität wird auch eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten im Zentrum erforderlich werden. Gleichzeitig wird aber durch die Schaffung auskömmlicher Parkmöglichkeiten und gute Zugänglichkeit für den KfZ Verkehr dafür zu sorgen sein, dass Kunden ihre jeweiligen Ziele auch bequem erreichen können.
- Die Antwort ist die Zusammenfassung aller vorher gegebenen Antworten.
Antworten der CSU (GR Theresa Korn und GR Thilo von Livonius)
• Einzelhandel unterscheiden sich in Einkaufsmärkte/Discounter und den klassischen Einzelhandel.
o Gut wäre es, wenn man Discounter oder Vollsortimenter fürs obere Dorf finden würde, der zentrumsnah angesiedelt werden sollte.
o Klassischer Einzelhandel ist entlang unserer Hauptstraßen angesiedelt.
o Den klassischen Einzelhandel und Gastronomie stärken:
▪ Durch Aufenthaltsqualität im Kernort den Einzelhandel und die Gastronomie steigern (ISEK, Städtebauförderung).
▪ Die Frequenz im Ortskern hochhalten:
• Der Ortskern kann nicht autofrei sein. Die Haupstr./ Bahnhofstr./ Reuther Str./ Heilsbronner Str. muss für den Autoverkehr offenbleiben.
• Über Tempo 30 in Teilbereichen ist nachzudenken.
• Das neue Gemeindezentrum St. Nikolai im Ortskern entstehen lassen.
• Den Neubau der GMS im weitesten Sinne verwirklichen (Erklärung: Schüler:innen und die Angehörigen bringen zusätzliche Frequenz im Ortskern).
• Mit einzubeziehen ist, dass auch Ärzte Frequenzbringer sind.
▪ Genehmigungsauflagen in Einzelfällen herabsenken, z.B. Anforderungen nach Stellplätzen durch Stellplatzablöse.
o Online Handel wird auch für den Einzelhandel vor Ort weiterhin eine Herausforderung darstellen.
• Gewerbe/ neue Arbeitsplätze:
o Gewerbeflächen schaffen und somit Raum für Entwicklung von ansässigen und neuen Gewerbebetrieben (Betriebe im jetzigen Gewerbegebiet sind vor allem aus Neuendettelsau oder der unmittelbaren Nähe).
o Bei der Vermarktung der Flächen darauf achten, dass Arbeitsplätze entstehen und nicht nur Lagerflächen.
• Miteinander Diakoneo und Gemeinde:
o Muss sich wieder verbessern und das funktioniert nur durch regelmäßigen Austausch und gegenseitigem Vertrauen.
o Diakoneo bleibt auf lange Sicht der wichtigste Arbeitgeber in Neuendettelsau.
• Sinkende Einnahmen/ Steigende Ausgaben:
o Kreisumlage: Landkreis muss defizitäre Bereiche weiter konsolidieren, u.a. Jugendhilfe, AN-Regiomed, ÖPNV.
o Neuendettelsau hat als Haupteinahmequelle die Einkommensteuerbeteiligung. Ideen, die Einkommensteuerbeteiligung zu steigern, könnten sein:
▪ Ausreichend Bauplätze für einkommensstarke Bevölkerungsgruppen anbieten.
▪ Verkehrsgünstige Lage zum Ballungsraum nutzen.
Antworten von Bündnis 90 / die Grünen (Kandidaten Andreas Götz und Christoph Frank)
Gewerbesituation / Einzelhandel –> Zukunft in Neuendettelsau?
Die Zukunft des Einzelhandels in Neuendettelsau liegt in einem starken Ortskern, regionaler Wertschöpfung und guter Erreichbarkeit. Wir wollen Leerstände aktiv managen, Gründer unterstützen und die Aufenthaltsqualität im Zentrum weiter verbessern. Erfolgreiche Beispiele wie das Schlückchen oder die Steinbauer-Brauerei zeigen, dass gute Konzepte angenommen werden und Leben in den Ort bringen. Gleichzeitig setzen wir auf eine kluge Innenentwicklung (ISEK), bevor neue Flächen ausgewiesen werden, und auf eine ausgewogene (=gleichberechtigte) Erreichbarkeit für Auto, Fahrrad und Fußverkehr. So stärken wir lokale Betriebe, sichern Kaufkraft im Ort und entwickeln Neuendettelsau wirtschaftlich nachhaltig weiter.
Gastronomiesituation –> Sicherung / Entwicklung?
Gastronomie ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität. Die Gemeinde kann unterstützen, indem sie Rahmenbedingungen verbessert: attraktive Plätze, Veranstaltungen, weniger Bürokratie, gute Erreichbarkeit und Belebung des Ortskerns. Auch hier können Leerstände und der Innenort belebt werden.
Neue Arbeitsplätze nach Wegfall von Krankenhaus und Veränderungen bei Diakoneo?
Das ist eine der zentralen Zukunftsfragen. Wir müssen aktiv neue Branchen ansprechen: Gesundheitsdienstleistungen, Handwerk, kleinere produzierende Betriebe, digitale Dienstleistungen und regionale Wertschöpfung. Wichtig ist außerdem, bestehende Betriebe zu halten und Erweiterungen zu ermöglichen. Wichtig um Platz für Betriebe etc. zu schaffen ist ein Flächen- und Leerstandsmanagement. Hierbei werden alle Leerstände und Flächen, die zu Verfügung stehen, betrachtet und aufgelistet nach verschiedenen Kriterien. Dies birgt die Chance eines guten Überblicks und die Möglichkeit, gezielt Gewerbeflächen oder Leerstände anzubieten. Mit folgenden Mitteln:
- Bestand sichern und stärken
- Gezielte Ansiedlungsstrategie
- Aktives Flächen- und Leerstandsmanagement
Künftiges Miteinander Diakoneo / Gemeinde?
Diakoneo bleibt ein zentraler Partner. Ziel muss sein, Veränderungen frühzeitig gemeinsam zu gestalten und neue Nutzungen zu entwickeln, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben oder neue entstehen. Dabei ist eine Beziehung auf Augenhöhe sinnvoll, da Diakoneo ein starker Partner für Neuendettelsau darstellt. Transparenz und viel Austausch mit Diakoneo sehen wir hier als zentrales Mittel.
Sinkende Einnahmen, steigende Ausgaben – wie schließen wir die Lücke?
Die finanzielle Lage vieler Kommunen ist angespannt – auch Neuendettelsau steht vor großen Investitionen, etwa bei der Grund- und Mittelschule. Diese Projekte sind Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde und dürfen nicht aufgeschoben werden.
Gleichzeitig braucht es eine klare Priorisierung: Wir müssen unterscheiden zwischen notwendigen Pflichtaufgaben, langfristig sinnvollen Investitionen und wünschenswerten, aber verschiebbaren Projekten. Eine solide Haushaltsplanung, transparente Entscheidungen und die konsequente Nutzung von Förderprogrammen sind dabei zentral.
Darüber hinaus müssen wir die Einnahmeseite stärken – durch aktive Wirtschaftsförderung, die Ansiedlung passender Betriebe und den Erhalt und die Nutzung regionaler Wertschöpfung z.b. durch erneuerbare Energien.
Ein Bürgerwindpark kann hier doppelt positiv wirken: Zum einen entstehen durch die Betreibergesellschaft Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde, zum anderen profitieren Bürgerinnen und Bürger durch Beteiligungsmodelle. In Verbindung mit lokalen Speicherkonzepten, etwa Batteriespeichern, kann erzeugter Strom effizient genutzt, Netzstabilität verbessert und perspektivisch auch der Standort für Gewerbebetriebe attraktiver gemacht werden. So verbinden wir Klimaschutz, wirtschaftliche Stabilität und kommunale Einnahmen.
Dabei gilt für uns: wirtschaftliche Entwicklung und Schutz von Natur und Umwelt gehören zusammen.
Die Interkommunale Zusammenarbeit - Allianz Kernfranken birgt die Möglichkeit Vielfältig zusammenzuarbeiten. Diese Stärke sollten wir gezielt nutzen und Synergien finden.
Handel stärken und Dorfbild verbessern – konkrete Ideen?
ISEK bietet vielfältige Möglichkeiten. Ein lebendiger Ortskern, weniger Leerstand, mehr Aufenthaltsqualität, Grünflächen, Plätze zum Verweilen, Veranstaltungen und gute Wege für Fußgänger und Radfahrer. Dies kann unseren Ortskern und das Dorfbild stärken und lädt zum Verweilen ein.
Neue Gewerbebetriebe ansiedeln –> Maßnahmen?
Flächen- und Leerstandsmanagement sollte dafür durchgeführt werden. Dadurch besteht die Möglichkeit einen Überblick über die verfügbaren Flächen zu gewinnen. Leerstände können für verschiedenste Unternehmen angeboten werden. Eine Unterstützung bei Existenzgründung kann angeboten werden.
Antworten der Unabhängigen Wähler (GR Martin Leidel und Kandidatin Anke Adelmann)
Gewerbesituation / Einkaufen / Einzelhandel -> Zukunft in Neuendettelsau?
Es muss versucht werden Gewerbe anzusiedeln, auch kleinere. Evtl. auch einen Vollsortimenter im Osten der Gemeinde. Attraktivität hervorheben.
Gastronomiesituation!? -> Sicherung / Entwicklung?
Auch hier wäre es wünschenswert, niemanden zu verlieren und Interessenten zu unterstützen.
Wer hat gute Ideen für neue Arbeitsplätze ( Wegfall Krankenhaus und Diakoneo)
Startups, suchen und Leerstand der Diakoneo zu vermitteln, Auch Krankenhaus. Die Gewerbeflächen die man hat vernünftig vergeben, nachverdichten und mit Maß und Ziel neues schaffen.
Wie wird das künftige miteinander Diakoneo / Gemeinde ausschauen?
Auf Augenhöhe aber bestimmt.
Einnahmen sinken (Wegfall Arbeitsplätze) , Ausgaben steigen u.a. Schulbau . Wie soll diese Lücke geschlossen werden?
Bauplätze ausweisen um Einkommenssteuer zu kompensieren. Eigene Attraktivität bewerben.
Wie wollen Parteien und Bürgermeisterkandidaten den Handel stärken in Neuendettelsau und gibt es konkrete Ideen das Dorfbild zu stärken?
Innenortslösungen gut durchdenken, ISEK – Maßnahmen positiv weiterentwickeln. Vorhandenes Gewerbe fördern. Förderungen für Altbestand und
Leerstand nach Möglichkeit anbieten.
Welche Maßnahmen sind geplant um neue Gewerbebetriebe nach Neuendettelsau zu bringen?
Akquise, massiv verstärken, aber was zu uns passt.
Gesundheit
Fragen aus dem Publikum
- Die BGM – Kandidatin der CSU will das MVZ ausbauen. Das ist ein sehr sportliches Ziel. Aber glaubt sie wirklich, das Ziel erreichen zu können. Da bin ich skeptisch. Wie?
- Wie und Wo soll das „Ärztezentrum“ der Gemeinde ausgebaut werden?
- Krankenhaus = tot -> Ärzteversorgung in Zukunft?
- Wer von den Kandidaten setzt sich für Paliativ und Hospizräume ein
- Wie ist der Plan im Bereich des Gesundheitswesens. Themen wie Krankenhauswegfall für Jung und alt – wie kann das kompensiert werden etc.
Antworten der SPD (BGM Christoph Schmoll und GR Natalie Ernst)
- Die Frage ist zwar an die Kandidatin der CSU gerichtet, die wir aber trotzdem gerne auch beantworten. In dem Maße, in dem etablierte Allgemeinmediziner in den Ruhestand treten wird die Gemeinde versuchen müssen, dass MVZ auszubauen. Das ist tatsächlich eine sehr schwierige Aufgabe, bei der es keine Garantien gibt. Der Knackpunkt wird immer die Frage sein, ob ausreichend Ärzte gefunden werden, die bereits sind, für ein angemessenes Gehalt zu praktizieren. Wir glauben aber, dass sich das Konzept des MVZ bisher gut bewährt hat und sind zuversichtlich, dass es auch künftig immer wieder gelingen kann, neue Ärzte für unser MVZ zu gewinnen. Da aber mehr Ärzte auch mehr Praxisräume benötigen, wird die Ausweitung voraussichtlich nicht ganz ohne finanzielle Unterstützung der Gemeinde möglich sein. Der Bedarf an finanzieller Unterstützung dürfte sich aber in Regionen halten, die für die Gemeinde gut machbar sind.
- Derzeit ist noch nicht entschieden, wie der Ausbau konkret erfolgen soll. Es stehen mehrere Standorte in bestehenden und neu zu errichtenden Gebäuden zur Auswahl. Sobald das zukünftige Bedarfsprofil festgelegt wurde, muss mit den unterschiedlichen Anbietern verhandelt werden, wo die Unterbringung des MVZ erfolgen soll.
- Seitens der Gemeinde wurde mit der Gründung des MVZ bereits ein sehr wichtiger Schritt zur Sicherung der allgemeinmedizinischen Versorgung getan. Die Sicherung der fachärztlichen Versorgung ist ungemein schwieriger, aber bisher besteht noch großes Interesse seitens niedergelassener Fachärzte an Neuendettelsau. Hier profitieren wir unter anderem auch von Konzentrationseffekten, die grundlegend eigentlich immer von den überweisenden Allgemeinärzten ausgehen. Ein Krankenhaus wird Neuendettelsau nicht mehr bekommen, aber wir wollen versuchen, in Abstimmung mit dem Landratsamt Ansbach, bei der kassenärztlichen Vereinigung Bayern auf die Einrichtung einer kassenärztlichen Bereitschaftspraxis hinzuwirken. Eine solche Praxis könnte eine erhebliche Verbesserung hinsichtlich einer eingeschränkten Notfallmedizin bedeuten.
- Palliativ-Räume können nur in Zusammenhang mit einer Klinik betrieben werden. Insofern wird es nicht möglich sein, eine Palliativstation in Neuendettelsau zu begründen. Bestenfalls würde ein spezialisierter niedergelassener Arzt entsprechende Angebote unterbreiten, aber auch das halten wir für sehr unwahrscheinlich. Seitens des Hospitzvereins wurden keine Bedarfe nach Räumlichkeiten an die Gemeinde herangetragen. Sollte der Hospitzverein Bedarfe äußern, würden wir natürlich versuchen bei der Deckung gerechtfertigter Bedarfe zu unterstützen.
- Die Antwort ist eine Zusammenfassung der vorherigen Antworten.
Antworten der CSU (GR Theresa Korn und GR Thilo von Livonius)
• Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ):
o Junge Ärzt:innen haben teilweise andere Lebensentwürfe als ihre Vorgänger und wollen nicht mehr unbedingt selbstständig als Praxisinhaber arbeiten, deswegen ist das MVZ eine gute Ergänzung und Alternative zur bestehenden Ärztelandschaft.
o Ziel des MVZ war und ist eine hausärztliche Versorgung anzubieten, und nicht nachbesetzte Hausarztsitze zu übernehmen.
o Langfristig war es immer der Plan auch die kinderärztliche Versorgung in Neuendettelsau sicherzustellen.
o Wo?
aktuell in der Passage, langfristig gibt es viele Optionen. Wichtig dabei ist eine gute Erreichbarkeit und Zentrumsnähe.
• Krankenhaus/ künftige Nutzung:
o Liegt in der Hand von Diakoneo.
o Wünschenswert wäre eine Nutzung wieder als Klinik, wie Fachklinik, Rehaklinik, oder ähnliches.
• Krankenhauswegfall kompensieren:
o Allgemein sind die Fallzahlen in der stationären Versorgung bundesweit stark rückläufig.
o Der Trend geht zur Ambulantisierung und Spezialisierung.
o Als Neuendettelsauer:innen haben wir immer noch gute Versorgung durch umliegende Krankenhäuser, vor allem im Ballungsraum. Das Südklinikum liegt nur 30 Minuten entfernt.
o Wichtig ist, dass kommunal die Notfallversorgung bedarfsgerecht ausgebaut wird.
o Das Facharztangebot vor Ort erhalten, wenn möglich stärken.
• Palliativ-/Hospizversorgung:
o Leider selbst auf Landkreisebene schwierig überhaupt ein Hospiz zu etablieren.
o Planungen für Hospize in Zirndorf/Fürth und Pleinfeld/WUG laufen.
Antworten von Bündnis 90 / die Grünen (Kandidaten Andreas Götz und Christoph Frank)
Ärzteversorgung und MVZ / Ärztezentrum
Ein großer Schritt ist mit dem bestehenden MVZ gemacht. Die Möglichkeit mehr Arztsitze zu erwerben und das gemeindliche MVZ zu vergrößern. Ggf. können auch verschiedene Fachärzt*innen in das MVZ aufgenommen werden. Die Gemeinde kann Rahmenbedingungen schaffen und attraktive Arbeitsbedingungen für das Personal des MVZs schaffen.
Krankenhauswegfall – wie kompensieren?
Stärkung der ambulanten Versorgung, bessere Mobilität, Zusammenarbeit mit Kliniken in der Region und Ausbau von Pflege- und Unterstützungsangeboten. Dabei kann die Vergrößerung des gemeindlichen MVZs dienen, oder auch die Ansiedelung von weiteren Fachärzt*innen.
Palliativ- und Hospizräume
Sehr wichtige Arbeit am Ort, die vom Hospitzverein geleitet wird. Dieser Verein kümmert sich um betroffene Personen. Ambulante palliative Versorgung ist durch das Krankenhaus Ansbach möglich. Ausbau und Unterstützung ist natürlich wünschens- und unterstützenswert.
Plan im Gesundheitswesen allgemein
Gesundheitsversorgung ist ein Zusammenspiel aus Ärzt*innen, Pflege, Mobilität und sozialer Infrastruktur. Gerade für ältere Menschen sind wohnortnahe Angebote entscheidend, die z.B. mit dem Bürgerbus erreichbar werden. Zusätzlich ist ein Ausbau und Festigung des gemeindeeigenen MVZs sinnvoll.
Antworten der Unabhängigen Wähler (GR Martin Leidel und Kandidatin Anke Adelmann)
Die BGM – Kandidatin der CSU will das MVZ ausbauen. Das ist ein s ehr sportliches Ziel. Aber glaubt sie wirklich, das Ziel erreichen zu können. Da bin ich skeptisch. Wie?
Wie und Wo soll das „Ärztezentrum “ der Gemeinde ausgebaut werden?
Krankenhaus = tot -> Ärzteversorgung in Zukunft?
Krankenhaus ist aber da, deshalb vermitteln, werben und versuchen Verbindungen zu schaffen. Der Standort spricht für sich.
Wer von den Kandidaten setzt sich für Paliativ und Hospizräume ein?
Wie ist der Plan im Bereich des Gesundheitswesens . Themen wie Krankenhauswegfall für Jung und alt – wie kann das kompensiert werden etc.?
Umwelt und Energie
Fragen aus dem Publikum
- Warum wurde für das Mittelspannungshaus(?) über 2 Millionen ausgegeben statt für Familien?
- Erkläre Nachhaltigkeit – weil das in jedem zweiten Satz vorkommt
- Wie sieht’s mit nachhaltiger Energie (insb. Windkraft) aus?
- Wird Nahwärme weiter ausgebaut? Stichwort Wärmeleitplanung
- Gibt es Pläne die Nahwärme in Neuendettelsau weiter auszubauen, um so die Attraktivität des Ortes zu steigern?
- Wie weit ist die „Wärmeleitplanung“ (Nahwärmenetz) für private Haushalte fortgeschritten?
Antworten der SPD (BGM Christoph Schmoll und GR Natalie Ernst)
- Weil unsere Gesellschaft ohne elektrische Energie im Grunde nicht mehr lebensfähig ist. Wenn das alte Gebäude aufgrund eines technischen Defekts ausgefallen wäre, dann würden dadurch ca. 6.500 Einwohner Neuendettelsaus ohne Strom sein. Aufgrund des hohen Anspruchs an die Teile wahrscheinlich auch nicht nur wenige Minuten oder Stunden, sondern eher Tage oder Wochen. Aus diesem Grund handelt es sich um eine dringend nötige Investition in die Sicherheit unser aller Stromversorgung. Die Gefahr eines größeren Stromausfalls konnte für das Netz der Gemeinde Neuendettelsau dadurch erheblich reduziert werden.
- Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir versuchen, die Bedürfnisse der Gegenwart so abzudecken, dass dadurch die Lebensgrundlagen für die Zukunft möglichst nicht beeinträchtigt werden. Bei allem was wir tun, müssen wir uns überlegen, ob unser eigenes Wohlergehen jetzt mögliche Einschränkungen für künftige Generationen rechtfertigt.
- Durch die Gemeinde konnten die Flächen innerhalb der Vorranggebiete für Windkraft mittels Pachtverträgen gesichert werden oder werden noch gesichert. Im nächsten Schritt wollen wir gemeinsam mit erfahrenen Projektierern Bürgerwindparks entwickeln, die nicht nur erneuerbare Energie liefern, sondern gleichzeitig auch die finanzielle Wertschöpfung in der Region halten.
- Die Kommunale Wärmeplanung ist derzeit im Entstehen. Im Ergebnis wird es ganz sicher einige Potentialgebiete geben, die sich für eine Ausweitung der Nahwärmeversorgung anbieten. Nahwärme wird aber sicher nicht die flächendeckende Lösung für alle Gebiete.
- Antwort wie vor.
- Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung sind für Mitte diesen Jahres vorgesehen.
Antworten der CSU (GR Theresa Korn und GR Thilo von Livonius)
• Mittelspannungshaus:
o Das alte Mittelspannungshaus war 70 Jahre alt! Die Erneuerung war technisch notwendig, um auch künftig die Stromversorgung von Neuendettelsau sicherzustellen. An der Station ist Neuendettelsau an das überörtliche Stromnetz angebunden.
o Der Neubau wurde vom Eigenbetrieb Gemeindewerke als Teil derer gewerblichen Tätigkeit durchgeführt und muss über die Netzentgelte von den Gemeindewerken wieder erwirtschaftet werden.
o Das Geld ist also nicht so einfach da und kann nicht beliebig für einen anderen Bereich ausgegeben werden. Der Bereich Familien/Soziales ist dem Hoheitsbereich zuzuordnen und muss im Rahmen der verfügbaren Steuergelder und der Aufgaben der Gemeinde in diesem Bereich finanziert werden, z.B. für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen.
• Nachhaltigkeit:
o Nachhaltig heißt für mich, weniger verbrauchen als ich habe oder nachwächst. Das gilt auch für meine persönlichen Ressourcen, das gilt auch für die gesamte Gesellschaft. Nachhaltig investieren heißt für mich z.B. in Bildung investieren.
• Windkraft:
o Das bestehende Vorranggebiet für Windkraftanlagen zwischen Reuth und Windsbach wurde im Regionalplan ausgeweitet.
o Ziel ist der Zubau von weiteren Windrädern mit Bürgerbeteiligung.
o Hemmschuhe könnten hier die nicht ausreichenden Netzanschlüsse werden, und die fehlende Wirtschaftlichkeit. In der der FLZ war vor Kurzem zu lesen, dass viele
Windkraftprojekte daran scheitern, da
ss am Strommarkt der Windkraftstrom nicht zu den für den zum Betrieb nötigen Preis abgenommen wird.
• Nahwärme/Wärmeleitplanung:
o Der Energienutzungsplan sieht v.a. in den Ortsteilen noch Potential für kleine Nachbarschaftswärmeverbundlösungen.
o Ob sich Nahwärmenetze auch im Ortskern in Bereichen mit hohem Wärmeverbrauch lohnt, evtl. in Verbindung mit einem Satelliten-BiogasBHKW, wird gerade untersucht.
o Ein Fokus liegt hier auf der energetischen Sanierung im Gebäudebestand, Wärmepumpen und evtl. Zuheizung in Speicher mit überschüssigem PV-Strom.
Antworten von Bündnis 90 / die Grünen (Kandidaten Andreas Götz und Christoph Frank)
Warum wird Geld für Infrastruktur ausgegeben statt für Familien?
Infrastruktur und Familienförderung sind kein Gegensatz. Eine sichere Energieversorgung, Schulen oder Wärmeversorgung sind Grundlagen, von denen Familien direkt profitieren. Funktionierende und innovative Infrastruktur ist ein Standortfaktor und macht Leben in Neuendettelsau attraktiv, insbesondere für junge Familien.
Was bedeutet Nachhaltigkeit konkret?
Nachhaltigkeit heißt: Entscheidungen so treffen, dass sie langfristig funktionieren, sowohl ökologisch, wirtschaftlich und sozial. Also heute so handeln, dass auch kommende Generationen gut leben können. Da gibt es verschiedene Ansatzpunkte wie dies umgesetzt werden kann, z.B. bei neuen Gebäuden auf ökologische und energetische Standards zu setzten.
Nachhaltige Energie / Windkraft
Erneuerbare Energien sind notwendig, um unabhängig und bezahlbar Energie zu sichern. Wichtig ist eine sorgfältige Standortprüfung und Beteiligung der Bürger*innen. Wir haben die Vorteile Windvorrangsflächen zu besitzen, die beispielsweise Bürger*innenenergie oder ein Bürger*innenwindrad ermöglichen kann. Zusätzlich wird es in Zukunft wichtig werden unsere gewonnene und nachhaltige Energie zu speichern. Dafür müssen Energiespeicher oder beispielsweise Elektrolyseure, zur Gewinnung von grünem Wasserstoff angeschafft werden.
Ein Bürgerwindpark kann hier doppelt positiv wirken: Zum einen entstehen durch die Betreibergesellschaft Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde, zum anderen profitieren Bürgerinnen und Bürger durch Beteiligungsmodelle. In Verbindung mit lokalen Speicherkonzepten, etwa Batteriespeichern, kann erzeugter Strom effizient genutzt, Netzstabilität verbessert und perspektivisch auch der Standort für Gewerbebetriebe attraktiver gemacht werden. So verbinden wir Klimaschutz, wirtschaftliche Stabilität und kommunale Einnahmen
Nahwährme und Wärmeplanung
Nahwärme ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung unseres Ortes. Wärmeplanung ist elementar Bestandteil bei der Planung von neuen Baugebieten. Nachhaltige Nahwärmekonzepte sind wichtig für die Unabhängigkeit von fossilen Brennmaterialien, wie beispielsweise Gas. Ziel sollte sein, sinnvolle Erweiterungen zu prüfen und transparent zu kommunizieren, damit Bürger*innen planen können.
Antworten der Unabhängigen Wähler (GR Martin Leidel und Kandidatin Anke Adelmann)
Warum wurde für das Mittelspannungshaus(?) über 2 Millionen ausgegeben statt für Familien?
Weil es nötig war. Deshalb sind Familien nicht weniger wichtig
Erkläre Nachhaltigkeit – weil das in jedem zweiten Satz vorkommt
Zwar nicht bei uns, aber generell sollte man Sachen nicht grundsätzlich immer erneuern, wenn es noch geht. Alls Gemeinde ist man jedoch oft im Zwiespalt. Man versucht nachhaltig mit allem umzugehen um folgende Generationen nicht vor ein Problem zu stellen.
Wie sieht ’s mit nachhaltiger Energie (insb. Windkraft) aus?
Her ist die Gemeinde dran, jedoch muss akzeptiert werden, wenn so ein Windrad steht, oder ein Batteriespeicher
Wird Nahwärme weiter ausgebaut? Stichwort Wärmeleitplanung
Wenn es geht schon, wird aber nicht generell die Lösung sein.
Gibt es Pläne die Nahwärme in Neuendettelsau weiter auszubauen, um so die Attraktivität des Ortes zu steigern?
Noch nicht
Wie weit ist die „Wärmeleitplanung “ (Nahwärmenetz) für private Haushalte fortgeschritten?
Es gibt noch nichts konkretes
Ortsentwicklung und Verkehrsstruktur
Fragen aus dem Publikum
- Welches Projekt aus ISEK soll zuerst umgesetzt werden?
- Wie sieht Gleichberechtigung auf Straßen konkret aus?
- Wie sind die Pläne, um in Neuendettelsau ein funktionsfähiges Radwegenetz aufzubauen. Geteilte Radwege (Fußgänger und Radfahrer) sind keine Lösung, ebenso wie Radwege, die plötzlich zu Ende sind
- Verkehrssicherheit: Parkverbot in der Schlauersbacherstr. / Bahnhof – ortsauswärts umsetzbar? Auch wenn es Landkreissache ist – wie könnte sich der Gemeinderat einsetzen?
- Wann sind Gehwege wieder zum Gehen da und werden nicht von „Monster“ – Hecken zugewuchert? Es ist schwierig mit Rollator, Kinderwagen zu gehen. Warum wird nichts unternommen?
- Radfahrer auf Gehsteigen? Kann das Radwegekonzept diese Unsitte beenden?
- Zum Bürgerbus: Darf das Jeder nutzen, oder müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein? Z.B. Alter, Einkommen, etc.
- Leerstand und Lücken im Ortskern -> damit dieser nicht weiter steigt, wie soll das bald leere Schulgebäude genutzt werden?
Antworten der SPD (BGM Christoph Schmoll und GR Natalie Ernst)
- Das Gemeindezentrum St. Nikolai samt Löhe-Haus und Dorfplatz
- Jeder Teilnehmer braucht seinen Raum, in dem er sich sicher aufhalten kann. Aus Platzmangel ist es nicht möglich, überall eigene Verkehrsräume zur Verfügung zu stellen. Aber durch Fahrradschutzstreifen und Fahrradstraßen sollen die Gefahren auf den Gehwegen gemindert und Konflikte auf den Straßen gleichzeitig vermieden werden. Die Anlage von Schutzstreifen muss aber zunächst in einem Verkehrsversuch getestet werden.
- Die Antwort zu dieser Frage würde extrem umfangreich ausfallen und ist im Verkehrskonzept der Gemeinde Neuendettelsau auf der Homepage hinterlegt. Es wurde bereits ein Radverkehrsnetz festgelegt. Teile dieses Netzes sollen als Fahrradstraßen ausgebaut werden. In anderen Teilen sollen Maßnahmen, wie z. B. Schutzstreifen für ein besseres Miteinander von Radfahrern und KfZ sorgen. Die Anlage von Schutzstreifen muss aber zunächst im Rahmen eines Verkehrsversuchs getestet werden.
- Die Gespräche hinsichtlich geänderter Parkregelungen sind bereits am Laufen. Zunächst müssen aber die Ergebnisse aus dem Verkehrsversuch zu den Schutzstreifen abgewartet werden. Danach will das Landratsamt mit der Gemeinde konkret über die Neuregelung sprechen.
- Hecken, die in die Gehwege ragen, sind tatsächlich ein großes Ärgernis. Die Verwaltung thematisiert die Hecken regelmäßig im Gemeindeblatt und schreibt auch immer wieder private Grundstückseigentümer an. Für eine konsequente Nachverfolgung einschließlich der Anordnung von Ersatzvornahmen fehlt der Verwaltung leider das nötige Personal. Es scheint auch nicht angemessen zu sein, sehr viel Geld in eine konsequente Nachverfolgung zu investieren. Das Geld wird an anderer Stelle sehr viel dringender benötigt. Es ist sehr bedauerlich, dass sich viele Grundstückseigentümer ihrer Pflichten und Verantwortung nicht bewusst sind, oder es ihnen geradewegs egal ist.
- Ja, das Radverkehrskonzept zielt darauf ab, die Radfahrer wieder auf die Straße zurückzuholen.
- Das ist noch nicht abschließend geklärt. Natürlich soll das Angebot in der Hauptsache denen dienen, die darauf angewiesen sind. Aber ob es feste Regeln und Ausschlussgründe geben wird, ist derzeit noch offen.
- Hierzu wurde im Gemeinderat noch nicht beraten und entschieden. Aber die SPD stellt sich den Erhalt der vorhandenen Grünanlagen ggf. mit gleichzeitiger Aufwertung vor. Hier könnte evtl. auch ein Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen entstehen. Auf den Flächen der jetzt vorhandenen Gebäude könnte dann eine neue Wohnbebauung entstehen.
Antworten der CSU (GR Theresa Korn und GR Thilo von Livonius)
• Erstes ISEK-Projekt:
o Am weitesten fortgeschritten sind derzeit die Planungen für das neue Gemeindehaus von St. Nikolai. Daran anschließend könnten die Sanierung des Löhehauses und der neue Dorfplatz folgen.
• Gleichberechtigung auf Straßen:
o Das geht m.E. nicht oder nur begrenzt: eineinhalb Tonnen Stahl gegen eineinhalb Zentner Mensch sind einfach ein physisches Ungleichgewicht. Deswegen muss man die Wege der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmergruppen soweit möglich trennen. Wenn das nicht möglich ist, sind erst einmal gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich (§1 der StVO!) und ist eventuell eine Angleichung der Geschwindigkeit in Kernbereichen anzustreben, z.B. Tempo 30 auf der Hauptstraße.
o Gleichwohl würde ich den KfZ-Verkehr nicht aus dem Ortskern verbannen, weil wir damit auch Leben aus dem Ortskern verbannen und der Ortskern an Attraktivität verliert, zumindest was das Geschäftsleben betrifft.
• Funktionsfähiges Radwegenetz:
o Da gilt das Gleiche wie zuvor geschrieben. Das Trennen der Verkehrsteilnehmer und eigene Radwege werden nicht überall möglich sein, gerade im Ortskern nicht. Dort, wo Radfahrer und KfZ die gleiche Straße benutzen müssen, könnte Tempo 30 gelten. Gleichzeitig startet gerade ein Versuch mit von der Fahrbahn abgetrennten Spuren für Radfahrer. In Skandinavien geht man gerade den gegenteiligen Weg und trennt die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer. Dort ist aber auch mehr Platz. Mal sehen, was die Experten sagen und was die Zukunft bringt.
o Das Radwegenetz sollte in die Außen- und Nachbarorte ergänzt werden, wo noch Lücken sind, z.B. nach Schlauersbach. Allerdings reicht für Neuendettelsau eine Radwegeverbindung nach Petersaurach entlang der Bahnlinie. Da brauchen wir keine zweite oder gar dritte Verbindung. Wie die Petersauracher Altendettelsau anbinden, muss dort entschieden werden. Nachdenken könnte man aber über eine Radwegeanbindung von Altendettelsau an Neuendettelsau.
• Parkverbot Schlauersbacher Straße:
o Da gibt es keine einfache Antwort! Die einen wollen ein Parkverbot, damit der Verkehr besser fließen kann, die anderen sind gegen ein Parkverbot, damit nicht so schnell gefahren wird. Zu bedenken ist, dass die Schlauersbacher Straße Schulweg für viele Kinder und ein Hortstandort ist.
• Monsterhecken:
o Die müssen schlichtweg zurückgeschnitten werden. Ordnungsamt, Bauamt und Bauhof kümmern sich da regelmäßig mit freundlichen Aufforderungen zum Heckenschnitt, was nicht immer gut ankommt.
• Radfahrer auf Gehsteigen:
o Das war mal eine gute Idee, hat offensichtlich seine Grenzen. Siehe das vorher Gesagte und steht gerade auf dem Prüfstand.
• Bürgerbus:
o Benutzen kann den jede/jeder.
o Das genaue Konzept ist in Arbeit.
• Leerstand/künftige Nutzung Volksschule:
o Für die künftige Nutzung der Volksschule gibt es noch kein Konzept; ich könnte mir hier aber schon eine Nutzung für Wohnungsbau und Kleingewerbe vorstellen, in einer gesunden Mischung mit Grünflächen. Bei Kleingewerbe ist natürlich die Nachfrage ausschlaggebend.
• Leerstandsmanagement:
o insgesamt wird schon seit Jahren großgeschrieben, ist aber nicht einfach, weil es Eigentumsrechte berührt. Gebäude und Grundstücke haben für die Eigentümer fast immer einen hohen Wert, der sich am Markt erst beweisen muss.
o Damit die Gemeinde in irgendeiner Form tätig werden kann, ist immer das Einverständnis der Eigentümer erforderlich. Und die Gemeinde darf/soll ja auch nicht in Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern von Immobilien treten.
o Ein Mittel hier weiter zu kommen, ist das ISEK und die darin mit Hilfe der Städtebauförderung abgebildeten Maßnahmen.
Antworten von Bündnis 90 / die Grünen (Kandidaten Andreas Götz und Christoph Frank)
Welches ISEK-Projekt zuerst?
Ortskern als Seele von Neuendettelsau, als Begegnungsort, hat Priorität: Aufenthaltsqualität, Leerstand, Treffpunkte, sichere Wege.
Gleichberechtigung auf Straßen
Alle Verkehrsteilnehmer müssen sicher unterwegs sein können – Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Autofahrer*innen und Menschen mit Einschränkungen. Dafür sind sichere Radwege auszubauen, um für alle Fahrradfahrer*innen einen sicheren Weg zu ermöglichen und gleichzeitig die Gehsteige für andere Verkehrsteilnehmer*innen freizuhalten. Dies schafft Sicherheit für alle. Zusätzlich ist Tempo 20 (ISEK) im Innenort unabdingbar und im restlichen Ort/Außenorten Tempo 30.
Radwegenetz
Ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz ist notwendig. Radwege dürfen nicht abrupt enden und sollten getrennt vom Fußverkehr geführt werden. Der Anschluss nach Petersaurach ist äußerst attraktiv, um sicher von Neuendettelsau zur S-Bahn zu gelangen und auch um z.B. Petersauracher Kinder in Neuendettelsauer Schulen.
Verkehrssicherheit –> Einfluss des Gemeinderats
Der Gemeinderat kann Initiativen starten, Gespräche mit dem Landkreis führen und konkrete Vorschläge und Anträge einbringen. Wir setzten uns durchweg für sinnvolle Lösungen im Gemeinderat dazu ein. Jüngstes Beispiel wäre die mögliche Verbindung nach Petersaurach.
Zugewucherte Gehwege
Gehwege müssen nutzbar sein, besonders für Rollator oder Kinderwagen. Hier braucht es konsequente Kontrollen und Hinweise. Gemeindeflächen sind vom Bauhofmitarbeiter*innen frei zuhalten und Hinweise können gerne im Rathaus abgegeben werden.
Radfahrer auf Gehsteigen
Wenn Radwege sicher sind, fahren keine Personen mehr auf den Gehwegen und das Problem wird kleiner. Infrastruktur löst viele Konflikte.
Bürgerbus –> wer darf ihn nutzen?
Ziel ist ein Angebot für alle, insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit einer Einschränkung.
Leerstand / alte Schule
Gebäude sollten möglichst weiter genutzt werden, für uns immer noch ein geeigneter Ort für einen Schulumbau, oder einer anderen Bildungseinrichtung. Wichtig ist der nachhaltige und ökologische Umgang mit dem Bestand.
Antworten der Unabhängigen Wähler (GR Martin Leidel und Kandidatin Anke Adelmann)
Welches Projekt aus ISEK soll zuerst umgesetzt werden?
Alles um das Löhehaus macht Sinn
Wie sieht Gleichberechtigung auf Straßen konkret aus?
Die Frage kann sich jeder selber stellen und beantworten. Das Recht des Stärkeren sollte hier nicht zählen, genauso sollte es keine Podestfahrer geben.
Wie sind die Pläne , um in Neuendettelsau ein funktionsfähiges Radwegenetz aufzubauen. Geteilte Radwege (Fußgänger und Radfahrer) sind keine Lösung, ebenso wie Radwege, die plötzlich zu Ende sind.
Noch nicht soweit wie es sein sollte. Hier muss mit Maß und Ziel gearbeitet werden.
Verkehrssicherheit : Parkverbot in der Schlauersbacherstr. / Bahnhof – ortsauswärts umsetzbar? Auch wenn es Landkreis sache ist – wie könnte sich der Gemeinderat einsetzen?
Mit dem Landratsamt reden, reden, reden und verlangen.
Wann sind Gehwege wieder zum Gehen da und werden nicht von „Monster“ – Hecken zugewuchert? Es ist schwierig mit Rollator, Kinderwagen zu gehen. Warum wird nichts unternommen?
Es wird was unternommen. Aber auch hier ist eine Bürgerpflicht gegeben.
Radfahrer auf Gehsteigen? Kann das Radwegekonzept diese Unsitte beenden?
Das wird sich zeigen, da ist man noch nicht so weit. Wichtig wäre aber wieder aufeinander zu achten.
Zum Bürgerbus: Darf das Jeder nutzen, oder müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein? Z.B. Alter, Einkommen, etc.?
Hier gibt es noch keine Regelungen.
Leerstand und Lücken im Ortskern -> damit dieser nicht weiter steigt, wie soll das bald leere Schulgebäude genutzt werden?
Hier gibt es noch keine konkrete Ergebnisse. Wunsch wäre das alte Schulgebäude zu erhalten und einer anderen Nutzung zukommen zu lassen. Das muss alles noch besprochen werden, deshalb ist es wichtig Leute mit Weitblick und Vernunft im Gemeinderat zu haben.
Soziales und Schule
Fragen aus dem Publikum
- Positionierung zu Standort, Baukosten / Fördergelder, Bürgerentscheid
- Warum kein Sitz für Jugendrat und Seniorenbeirat?
- Schulneubau? Standort? Was passiert mit der alten Grund- und Mittelschule?
- Mit welchen persönlichen und konkreten Ideen werden Sie das Leben von Familien mit Kindern unterstützen?
- Frage in Bezug auf Integration, insbesondere von Jugendlichen, die die Werte unserer Gesellschaft kennenlernen, lernen und weitertragen sollen -> wie kann dies gelingen? Der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist nicht ganz wenig, was an den Schülerzahlen zu sehen ist (Anmerkung: TSC ist eine Möglichkeit, aber nicht alles)
Antworten der SPD (BGM Christoph Schmoll und GR Natalie Ernst)
- Zentrales Thema sind die Baukosten. Sie haben den Bau auf dem bisherigen Standort für die Gemeinde nicht leistbar gemacht. Der Neubau auf einer unbebauten Fläche ist erheblich günstiger, noch dazu, weil die bisherige Schule bis zum letzten Tag uneingeschränkt genutzt werden kann. Das haben intensive Planungen in Folge des Bürgerentscheids eindeutig gezeigt. Da sich die Schule für die Mehrzahl der Kinder auf möglichst kurzem Weg erreichen lassen soll und auch die gemeindlichen Sportanlagen für die Sportunterricht nicht allzu weit entfernt sein sollten, blieb am Ende der Standort am Sportpark als die beste verfügbare Alternative. Die Gemeinde geht im Moment davon aus, dass ca. 50 % der Gesamtkosten über Fördermittel durch den Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt werden.
- Die Arbeit des Gemeinderats wird durch die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern geregelt. Hier werden neben den Gemeinderäten ausdrücklich keine weiteren Teilnehmer an der Beratung geduldet. Die einzige Ausnahme, die die Gemeindeordnung ausdrücklich zulässt, sind die Ortsteilsprecher. Diese dürfen aber auch nur beratend, ohne eigenes Stimmrecht teilnehmen.
- Wurde oben schon beantwortet
- Die Voraussetzungen für Familien sind in Neuendettelsau bereits vergleichsweise gut. Dies liegt an der guten Infrastruktur und dem breiten Vereinsangebot usw. Die Aufgabe der Gemeinde ist es derzeit vor allem dafür zu sorgen, dass diese Möglichkeiten auch in Zukunft erhalten bleiben.
- Durch die Schaffung der Stelle für eine Integrationsbeauftragte wurde bereits viel getan. Darüber hinaus muss das ehrenamtliche Engagement in dem Bereich durch die Gemeinde weiter unterstützt werden.
Antworten der CSU (GR Theresa Korn und GR Thilo von Livonius)
• Neubau Grund- und Mittelschule (GMS):
o Am Neubau der GMS führt für mich kein Weg vorbei. Die Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zur Augustana-Hochschule sind ein zentrales Aushängeschild für Neuendettelsau seit Generationen. Dabei dürfen und können wir uns nicht nur auf Diakoneo verlassen. Wir erleben da gerade einen schleichenden Schwund z.B. bei den berufsbildenden Schulen, allein deswegen, weil die potentiellen Schüler:innen im berufsbildenden Bereich insgesamt weniger werden, sich auf Bildungszentren konzentrieren – Bsp. Triesdorf – und die Angebote im Ballungsraum Nürnberg ausgebaut werden, es also mehr Konkurrenz zum ländlichen Standort gibt.
o Die Nachbarkommunen beneiden uns um unsere florierende Mittelschule und den mit viel Mühen auf- und ausgebauten M-Zweig.
o Schulen haben den positiven Nebeneffekt, dass sie Frequenz in den Ort bringen und damit für eine zusätzliche Belebung für Einzelhandel und Gastronomie sorgen, durch die SchülerInnen selbst, aber auch durch Angehörige, die hier einkaufen.
o Die Baukosten können mit Hilfe von Fördergelder und teilweise aus der Rücklage finanziert werden. Der verbleibende Kreditbedarf im zweistelligen Millionenbereich (ca. 15 Mio.?) muss langfristig auf die nächsten 30 Jahre verteilt werden und kann/muss sich unsere Gemeinde m.E. als Investition in die Zukunft leisten.
o Die Standortdiskussion hat der Gemeinde in dieser Wahlperiode einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Die Architekten- und Ingenieurverträge waren alle noch vom alten Gemeinderat und Bürgermeister abgeschlossen worden.
o Eine erneute Standortdiskussion würde erneut Zeit und Geld kosten und den Schulstandort Neuendettelsau insgesamt schwächen. Deswegen ist für mich ganz klar: eine erneute Standortdiskussion werde ich nicht beginnen!
• Sitz für Jugendrat und Seniorenbeirat im Gemeinderat:
o Der Jugendrat und Seniorenbeirat fungieren nach meinem Verständnis als Beratungsgremien mit Anhörungs- und Rederecht zu sie betreffenden Themen. Das geschieht i.d.R. in den entsprechend zuständigen Ausschüssen.
o Gegen Sitz und Stimme im Gemeinderat spricht Art. 31 der Gemeindeordnung. Im Gemeinderat haben alle sechs Jahre gewählten Bürgermeister:innen und Gemeinderät:innen Sitz und Stimme. Als oberstes Organ der Gemeindeverwaltung müssen die gewählten Personen für ihr Tun und Handeln auch gerade stehen, bis hin zur persönlichen Haftung.
• Leben von Familien und Kindern unterstützen:
o Ganz oben auf der Prioritätenliste steht seit Jahrzehnten für alle Bürgermeister unabhängig von der Parteizugehörigkeit eine ausreichende Zahl von Kinderbetreuungsplätzen in Krippe, Kindergarten, Hort oder auch der Schule.
o Ein zweites ganz wesentliches Standbein ist die Unterstützung unserer Vereine und auch der Kirchen bei Angeboten für Kinder und Jugendliche. Als Beispiel ist hier zuvorderst der TSC zu nennen. Im Prinzip stellt die Gemeinde gegen geringes Entgelt die Sportstätten zur Verfügung wie die Dreifach-Halle oder bezuschusst selbige wie das Kunstrasenspielfeld oder künftig auch den geplanten Neubau der Kirchengemeinde St. Nikolai am Henningergässchen mit Hilfe der Städtebauförderung. Der Hauptaufgabe der Vereine ist dann, die Ehrenamtlichen zu finden und ehrenamtliche Angebote zu kreieren.
o Ein drittes Standbein ist die kommunale Jugendarbeit mit dem Stützpunkt im alten FW-Haus.
o Ein viertes Standbein sind die zahlreichen Spielplätze in Neuendettelsau und den Außenorten, in die jährlich Geld zum Erhalt und der Erneuerung investiert wird.
o Nicht vergessen will ich hier das Novamare, in dem auch ich das Schwimmen gelernt habe.
• Integration:
o Integration geschieht über die Sprache.
o Integration geschieht über Teilhabe in den Kinderbetreuungseinrichtungen, in unseren Schulen, in den Vereinen, durch Integration ins Arbeitsleben.
o Zur Integration gehört auch, unsere Werte kennenzulernen und selbst zu leben.
o Ein Dank gilt da dem Helferkreis, der Neuankömmlingen wesentlich hilft, die ersten (bürokratischen) Hürden zu überwinden.
Antworten von Bündnis 90 / die Grünen (Kandidaten Andreas Götz und Christoph Frank)
Schulstandort / Baukosten / Bürgerentscheid
Transparenz ist entscheidend. Große Projekte müssen nachvollziehbar erklärt werden. Zusätzlich ist Bürger*innenbeteiligung und die Meinung der Bürger*innen wichtig. Bürger*innenentscheide haben für uns höchste Priorität und zeigen den Willen der Bürger*innen an. Somit die aktivste Form der Demokratie die in der Kommune möglich ist.
Warum kein Sitz für Jugendrat und Seniorenbeirat?
Jugend- und Seniorenrat sind wichtige Institutionen in unserer Gemeinde, die gute Arbeit leisten. Sie bringen sich aktiv ins Dorfgeschehen ein. Im Gemeinderat haben sie das Recht angehört zu werden und können Anfragen stellen. Stimmrecht ist nicht möglich, da sie keine gewählten Mitglieder des Gemeinderates sind. Das aktive Einbeziehen des Jugend- und Seniorenrates ist weiterhin wichtig und sinnvoll.
Unterstützung für Familien
Gute Betreuung, sichere Wege, Treffpunkte, Freizeitangebote und ein lebendiger Ort, in dem Familien sich wohlfühlen. Eine zukunftsfähige und pädagogisch wertvolle Grund- und Mittelschule und Ausbau und Erhaltung von Kindertagesstätten und Hort- und Ganztagsmöglichkeiten.
Integration von Jugendlichen
Integration gelingt durch Begegnung: Schule, Vereine, Jugendangebote, Sport, gemeinsame Projekte. Gemeindliche Jugendarbeit weiter ausbauen und ein zukunftsfähiges Jugendzentrum aufbauen.
Antworten der Unabhängigen Wähler (GR Martin Leidel und Kandidatin Anke Adelmann)
Positionierung zu Standort , Baukosten / Fördergelder, Bürgerentscheid
Aktuell hat man nur die Information, wenn es gehen soll dann am Sportpark. Gedanken wurden sich wirklich viele gemacht.
Warum kein Sitz für Jugendrat und Seniorenbeirat?
Hat rechtliche Gründe, Als Zuhörer könnte man darüber nachdenken, (Ähnlich Ortssprecher)
Schulneubau? Standort? Was passiert mit der alten Grund - und Mittelschule?
Wurde schon besprochen.
Mit welchen persönlichen und konkreten Ideen werden Sie das Leben von Familien mit Kindern unterstützen?
Immer ein offenes Ohr haben. Wir sind die Einzigen die einen Spielplatzführer geschaffen haben.
Frage in Bezug auf Integration, insbesondere von Jugendlichen, die die Werte unserer Gesellschaft kennenlernen, lernen und weitertragen sollen -> wie kann dies gelingen?Der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist nicht ganz wenig, was an den Schülerzahlen zu sehen ist (Anmerkung: TSC ist eine Möglichkeit, aber nicht alles)
Den Kontakt suchen, einen Integrationsbeauftragten haben wir zwar, aber da muss noch viel passieren. Auch hier haben wir Kandidaten in den eigenen Reihen.
Verschiedenes
Fragen aus dem Publikum
- Herr Götz möchte Bürgermeister werden, auf der Straße kennt er aber keinen. Wie will er auf die Bevölkerung zugehen?
- Wie viel Theresa Korn steckt in Wirklichkeit in Frau Korn. Oder ist sie „nur“ ein verlängerter Arm ihres Vaters und Ex – Bürgermeister Gerhard Korn?
- Die Liste der Grünen ist vorbildlich paritätisch besetzt. Heute ans Mikro traut sich keine?!
- Digitalisieren ja, aber Menschen überall, um die mitzunehmen, die nicht mehr so gut sehen oder nicht so mobil sind! Überall persönliche AnsprechpartnerIn
- Wie möchten die Kandidaten in Zukunft die Kernfranken Allianz weiter ausbauen?
Antworten der SPD (BGM Christoph Schmoll und GR Natalie Ernst)
- Darauf können wir keine Antwort geben.
- Darauf können wir keine Antwort geben.
- Darauf können wir keine Antwort geben.
- Tatsächlich ist die größte Aufgabe im Bereich der Digitalisierung die Barrierefreiheit. Digitalisierung darf auf gar keinen Fall bestimmte Bevölkerungsgruppen ausgrenzen. Wir werden uns stark dafür einsetzen, dass bei der Digitalisierung immer ein Augenmerk darauf gerichtet wird, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit dem Wandel gut zurecht kommen können.
- Der Zweckverband ist als Konstrukt bereits darauf ausgelegt, dass weitere Aufgaben dort implementiert werden können. Drängende Themen, die neben den aktuellen auch noch sinnvoll im Zweckverband bearbeitet werden sollten, sind z. B. Gewässerpflege und Hochwasserschutz, Klärschlammbehandlung und -beseitigung oder auch gemeinsame Beschaffung und Fördermittel-Management. Sehr konkret ist es uns im Moment ein Anliegen über Kernfranken gemeinsam ein Leerstands- und Flächenmanagement zu implementieren sowie über die Schaffung eines Förder- und Sanierungsberaters für Bauherren zu verhandeln.
Antworten der CSU (GR Theresa Korn und GR Thilo von Livonius)
• Herr Götz/Liste der Grünen
o Betrifft mich zwar nicht direkt. Es ist aber aller Ehren wert, dass sich so viele Menschen zur Wahl stellen, Frauen und Männer, und bereit sind, für unser Gemeinwesen Verantwortung zu übernehmen, auf allen vier Listen. In der Kommune geht es nicht primär darum, dass jemand etwas werden will!
• Wie viel Theresa Korn steckt in mir?
o Netter Versuch! Die einfache Antwort: 100 %!!!
o Ich kommen aus einer Familie, in der seit Generationen Männer und Frauen Verantwortung übernehmen, für sich selbst, für die Familie, im Beruf und in der Gesellschaft, in der Kirche, in Vereinen, in Genossenschaften, in der Kommune. So war u.a. schon einer meiner Urgroßväter Bürgermeister, damals ehrenamtlich. Auch ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen!
• Digitalisierung:
o Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Das war auch bei den schon genannten Urgroßeltern so. Es wird hier für uns alle immer die Hilfe der Jüngeren brauchen, um hier noch einigermaßen mitzukommen. Als aktuell größte Herausforderung sehe ich da eine sich rasend schnell entwickelnde KI, die wohl niemand mehr von uns richtig durchschaut. Da gibt es nur eins: hinschauen, lernen, kritisch hinterfragen, einander helfen, manchmal auch einfach Abstand nehmen.
o Nicht vergessen darf man beim Thema Digitalisierung, dass sie vieles im Alltag auch erleichtert. Als Beispiel sei hier der Bürgerbus genannt. Ohne digitale Hilfsmittel wie eine App und Verknüpfung mit anderen digitalen Diensten und Portalen wird der nicht auskommen.
• Kernfranken-Allianz:
o Entstanden ist diese ursprünglich mal als Austausch- und Informationsformat der Bürgermeister in unserem Raum.
o Künftig wird Kernfranken immer mehr Verwaltungsaufgaben der Kommunen übernehmen, die gemeinsam einfach besser und kostengünstiger erledigt werden können.
o Parallelstrukturen in benachbarten Kommunen können so abgebaut werden.
o Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Standesamt von Neuendettelsau, Lichtenau und Petersaurach, auch wenn das nicht über Kernfranken organisiert wurde.
Antworten von Bündnis 90 / die Grünen (Kandidaten Andreas Götz und Christoph Frank)
„Herr Götz kennt keiner auf der Straße“ –> wie gehen Sie auf die Bevölkerung zu?
Ich bin viel im Ort unterwegs, bei Veranstaltungen, im Bürgertreff, in Vereinen und im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern. Politik beginnt für mich mit Zuhören.
Paritätische Liste –> niemand am Mikro?
Gleichberechtigung von allen Geschlechtern ist uns sehr wichtig. Frauen und weiblich gelesenen Personen gehört die Hälfte der Macht. Im Gemeinderat bilden wir das noch nicht ganz ab (7 weibliche Personen). In unserer Fraktion sind es 3 weibliche und eine männliche Person. Wir achten aktiv auf Gleichberechtigung und haben daher eine Paritätische Liste. Geplant war, dass die Listenführerin Rebecca Schmidt mit Andreas Götz am Kandidat*innengrillen teilnimmt. Leider hatte Frau Schmidt einen Sportunfall und konnte nicht am Kandidat*innengrillen teilnehmen. Da fest mit ihr gerechnet wurde und viele weitere Termine anstanden konnte keine Kandidatin am Kandidat*innengrillen teilnehmen. Unsere Kandidat*innen stehen in sehr engen Austausch und somit nahm Christoph Frank als zweite Person teil. Wir haben ein starkes Team, und viele engagieren sich aktiv.
Digitalisierung und persönliche Ansprechpartner
Digitalisierung und persönliche Ansprechpartner gehören für uns zusammen. Digitale Angebote sollen Wege erleichtern und Verwaltungsprozesse effizienter machen – persönliche Beratung im Rathaus bleibt dabei selbstverständlich erhalten.
Wir verstehen Digitalisierung als Form von Barrierefreiheit: Wenn Gemeinderatssitzungen per Video übertragen und online abrufbar sind, schafft das Transparenz und ermöglicht Teilhabe für alle – unabhängig von Zeit, Mobilität oder Lebenssituation.
Unser Ziel ist eine moderne, serviceorientierte Verwaltung, die digitale Möglichkeiten nutzt, ohne jemanden auszuschließen.
Kernfranken-Allianz
Interkommunale Zusammenarbeit wird immer wichtiger – bei Infrastruktur, Wirtschaft, Mobilität und Energie. Die Kernfranken-Allianz zeigt, dass Synergien nachhaltig genutzt werden können: gemeinsame Projekte sparen Kosten, stärken regionale Wertschöpfung und verbessern die Lebensqualität in allen Gemeinden.
Wir fordern keine Gebietsreform, sondern nachhaltiges, partnerschaftliches Zusammenarbeiten, z. B. bei ÖPNV, Gewerbeflächenentwicklung, Stromtrassen oder gemeinsamen Energieprojekten über Ortsgrenzen hinaus. So können wir effizient, nachhaltig und zukunftsorientiert handeln.
Antworten der Unabhängigen Wähler (GR Martin Leidel und Kandidatin Anke Adelmann)
Herr Götz möchte Bürgermeister werden, auf der Straße kennt er aber keinen. Wie will er auf die Bevölkerung zugehen?
Wie viel Theresa Korn steckt in Wirklichkeit in Frau Korn. Oder ist sie „nur“ ein verlängerter Arm ihres Vaters und Ex – Bürgermeister Gerhard Korn?
Die Liste der Grünen ist vorbildlich paritätisch besetzt. Heute ans Mikro traut sich keine ?!
Digitalisieren ja, aber Menschen überall, um die mitzunehmen, die nicht mehr so gut sehen oder nicht so mobil sind! Überall persönliche AnsprechpartnerIn
Es sollte keiner ausgeschlossen werden, eigentlich ist die Verwaltung hierzu auch offen, wenn die Anfragen kommen.
Wie möchten die Kandidaten in Zukunft die Kernfranken Allianz weiter ausbauen?
Um Synergien zu erreichen, ist es wichtig miteinander zu sprechen und gemeinsame Aufgaben miteinander zu lösen. Wir müssen weg vom eigenen „Kirchturmdenken
Rückblick Kandidatengrillen 07.02.2026
„Politik zum Anfassen: Kandidatengrillen von Jugendrat und Seniorenbeirat Neuendettelsau“
Am 07. Februar 2026 fand im Landhotel Sonne in Neuendettelsau das Kandidatengrillen als gemeinsame Veranstaltung von Jugendrat und Seniorenbeirat statt. Vor vollem Saal mit rund 150 Besucherinnen und Besuchern stieß die Veranstaltung auf großes Interesse. Durch den Abend führte souverän und charmant Lisa Renz-Hübner, die den Kandidatinnen und Kandidaten ebenso fundierte wie unterhaltsame Fragen stellte.
Für die SPD nahmen Bürgermeister Christoph Schmoll und Gemeinderätin Natalie Ernst teil. Die CSU wurde vertreten durch Gemeinderätin und Bürgermeisterkandidatin Theresa Korn sowie Gemeinderat Thilo v. Livonius. Für Bündnis 90/Die Grünen diskutierten Bürgermeisterkandidat Andreas Götz und Gemeinderatskandidat Christoph Frank. Die Unabhängigen Wähler (UW) waren mit Gemeinderat Martin Leidel und Gemeinderatskandidatin Anke Adelmann vertreten.
Bevor es mit den inhaltlichen Fragerunden begann, stellten sich sowohl der Jugendrat als auch der Seniorenbeirat dem Publikum kurz vor und gaben Einblicke in ihre Arbeit und Ziele.
Zu Beginn der einzelnen Fragerunden hatten die Kandidatinnen und Kandidaten jeweils 30 Sekunden Zeit, sich selbst vorzustellen. Zudem wurden sie gefragt, für welche Person sie Politik machen, was persönliche und teils sehr unterschiedliche Einblicke in ihre Motivation ermöglichte.
Anschließend wurden die Kandidaten zu verschiedenen Themenbereichen befragt, die im Vorfeld vom Jugendrat und dem Seniorenbeirat gemeinsam mit der Moderatorin erarbeitet worden waren. Im Mittelpunkt standen unter anderem Klimaschutz, Gesundheitsversorgung, Mobilität sowie die Frage, warum junge Familien nach Neuendettelsau kommen sollten und wie Jugendliche langfristig im Ort gehalten werden können.
Im Anschluss an die vorbereiteten Fragerunden hatte auch das Publikum die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Diese wurden schriftlich auf Zetteln eingereicht. Ein Teil der Fragen konnte direkt auf dem Podium beantwortet werden, die übrigen werden den Kandidaten im Nachgang zur Beantwortung zugesandt.
Alles in allem war es ein gelungener, informativer und zugleich unterhaltsamer Abend, der den offenen Austausch zwischen Kandidaten und Bürgerschaft in den Mittelpunkt stellte.




